Ärger unter dem Weihnachtsbaum vermeiden

6 Tipps für sicheres Online-Shopping zu Weihnachten

Zu Weihnachten boomt der Online-Handel, denn das Internet ist für viele Österreicher eine beliebte Einkaufsmöglichkeit. Neben den vielen Vorteilen, birgt der Einkauf im Internet aber auch Risiken, die die Weihnachtsfreude schnell trüben können. Das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen erklärt, wie man unsichere Online-Shops erkennt und wie Konsumenten beim Online-Shopping Zeit und Geld sparen können.

Weihnachten nähert sich in großen Schritten und die alljährliche Suche nach passenden Geschenken beginnt. Hierfür nutzen viele Österreicher das Internet, denn die bequeme Alternative zum stationären Handel spart häufig Zeit und Geld. Doch auch beim Online-Shopping können Pannen Hektik auslösen und die Weihnachtsfreude verderben: Zu späte Lieferungen, Schwierigkeiten beim Umtausch oder versteckte Nebenkosten führen die Beschwerdelisten an. Um solch böse Überraschungen zu vermeiden, haben wir Tipps für ein sicheres Online-Shopping zusammengestellt:

3 Tipps speziell für den Einkauf zu Weihnachten:

  1. Achten Sie bei der Bestellung auf das angegebene Lieferdatum.
    Gerade zu Anlässen wie Weihnachten ist es wichtig, dass die bestellte Ware rechtzeitig ankommt. Um ganz sicher zu gehen, sollte das verbindliche Lieferdatum bereits vor Abschluss des Kaufs ersichtlich sein. Damit auch nichts schiefgehen kann, sollte man mit dem Kauf der Weihnachtsgeschenke nicht bis zur letzten Minute warten. Will man eine Ware nur dann kaufen, wenn sie auch bis zum 24. Dezember geliefert wird, muss dies dem Händler bei der Bestellung mitgeteilt und ausdrücklich zur Bedingung gemacht werden.

  2. Wählen Sie einen Paketzusteller mit Abholstellen in Ihrer Nähe.
    Seriöse Anbieter geben Auskunft darüber, welche Paketdienstleister sie für den Versand ihrer Sendungen beauftragen und bieten Kunden häufig mehrere Möglichkeiten an. Wenn man untertags nicht zu Hause ist, sollten Konsumenten Zusteller mit Abholstellen in der Nähe ihres Wohn- oder Arbeitsortes auswählen. Wer genau wissen möchte, wo sein Paket gerade ist, kann die digitale Sendungsverfolgung nutzen.

  3. Nicht passende Geschenke können Sie innerhalb von zwei Wochen zurückgegeben.
    Auch das Christkind greift einmal daneben. Bei Käufen im Internet kann der Konsument in der Regel innerhalb von 14 Tagen ab Erhalt der Ware vom Vertrag zurücktreten.

Neben den vielen seriösen Online-Händlern gibt es auch einige schwarze Schafe. In „Fake-Shops“ bieten sie Waren an, die trotz Bezahlung gar nicht oder in sehr minderwertiger Qualität, z. B. als gefälschte Markenartikel, geliefert werden.

3 Tipps wie man unseriöse Online-Shops erkennt:

  1. Seien Sie skeptisch bei sehr günstigen Preisen.
    Auch im Internet gilt: Niemand hat etwas zu verschenken! Deshalb ist bei billigen Preisen in unbekannten Shops eine große Portion Skepsis und Vorsicht angebracht. Fake-Shops locken Konsumenten häufig mit Preisen, die jene von Alternativanbietern unterschreiten. Achten Sie auch auf versteckte Kostenfallen: Neben dem Produktpreis müssen auch alle zusätzlich anfallenden Kosten, wie z. B. für den Transport oder die Verpackung, angegeben werden.

  2. Professionelle Online-Shops bieten mehrere Zahlungsmöglichkeiten an.
    Besonders wichtig beim Online-Shopping ist eine sichere Zahlungsmethode. Eher unsicher sind einfache Banküberweisungen vom eigenen Konto vor dem Erhalt der Ware. Achtung: Betrügerische Online-Shops geben zwar vor, dass sie unterschiedliche Zahlungsmethoden akzeptieren, bei vielen stellt sich schlussendlich aber heraus, dass nur eine Vorabüberweisung möglich ist.

  3. Betrachten Sie Bewertungsplattformen kritisch und nutzen sie die Online-Suche.
    Oft werden solche Einträge von den Shop-Betreibern selbst oder in deren Auftrag verfasst und entsprechen daher nicht immer der ganzen Wahrheit. Hier kann der Blick auf mehrere Plattformen und Foren hilfreich sein, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Über Fake-Shops finden sich keine oder negative Einträge im Internet, weshalb Betrüger gefälschte Jubelmeldungen verbreiten. Ergänzt man die Online-Suche um Schlagworte wie „seriös“, „Betrug“, „Warnung“ oder „Erfahrung“ werden manipulierte Einträge gefiltert. Gibt es keine oder zum Teil negative Rückmeldungen von Kunden sollte bei dem Anbieter nicht eingekauft werden.

E-Commerce-Gütezeichen als Qualitätssiegel für sicheres Online-Shopping

Eine gute Orientierung für den sicheren Einkauf im Internet bieten außerdem unabhängige Qualitätssiegel wie z. B. das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen. Dieses wird von der Wirtschaftskammer, dem Wirtschaftsministerium und der Arbeiterkammer unterstützt. „Alle Online-Shops, die mit dem E-Commerce-Gütezeichen zertifiziert sind, erfüllen strenge, über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehende Kriterien, die wir laufend überprüfen. Das trägt dazu bei, den Konsumenten vertrauensvolle und positive Einkaufserlebnisse im Internet zu ermöglichen “, erklärt Thorsten Behrens, Geschäftsführer des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens. Zu den zertifizierten Shops.

Bei Problemen mit dem Online-Shopping: Beratung und außergerichtliche Streitschlichtung

Konsumenten, die Probleme beim Einkauf im Internet haben, erhalten vom Internet Ombudsmann kostenlose Unterstützung. Eine Beschwerde auf der Website des Internet Ombudsmann (www.ombudsmann.at) leitet ein außergerichtliches und kostenloses Schlichtungsverfahren in die Wege. Die Online-Shops, die mit dem Österreichischen E-Commerce-Gütezeichen zertifiziert sind, müssen verpflichtend am Streitschlichtungsverfahren teilnehmen. Zusätzlich informiert das Team des Internet Ombudsmann mittels der Watchlist Internet (www.watchlist-internet.at) über aktuelle Betrugsfälle im Internet, gibt Tipps zur Prävention und erklärt, wie gängige Betrugsmaschen im Internet funktionieren.

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